Die Rerstörung der geschüzten Wohnungen


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DIE ZERSTÖRUNG DER GESCHÜZTEN WOHNUNGEN

Von den insgesamt in dem Stadtteil 774 geschützten Gebäuden, reduziert der Plan die SchutzmaBnahmen auf 560. AuBerdem sinkt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität des Schutzes. Von den 300 Gebäuden, die heute das zweite Schutzniveau ( struktureller Schutz) genieBen, werden es nur zehn Gebäude mit dieser Qualifikation geben. Der Rest der zu schützenden Gebäude werden in dem Plan aud das dritte Niveau (Umgebungsschutz) gesetzt.

Daten bezüglich der als Gut kulturellen Interesses erklärten geschüzten Zonde des Stadtteil El Cabañal:

Bestehende Gebäude Abzubrechende Gebäude Prozent der abzubrechenden Gebäude
649 184 28%
Geschützte Gebäude Geschüzte abzubrechende Prozent der geschüzten abzubrechende Gebäude
263 100 38%

Zu den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden muss man andere 55 Gebäude hinzuzählen, die nach der Planung des Rathauses nicht mehr geschützt wären. Damit wären schon 55% der Gebäuden, die sich innerhalb der unter Denkmalschutz erklärten Zone befinden, betroffen.

Ein besonderer Fall stellt die “Lonja del Pescado” dar, ein Gebäude – 1909 von dem Architekten Víctor Gosálvez erbaut – , das unbeachtet seiner architektonischen Enzigartigkeit, bei der momentanen Stadtplanung abgerissen werden soll. Dieses Gebäude repräsentiert auch den Geist der sozialen, kulturellen und wirtschaflichen Geschichte des Stadtviertels, und ist deswegen ein starkes Symbol für die Ursprünge der maritimen Siedlungen Valencias (“pueblos maritímos”). Das Gebäude hat eine auf seinen beiden seitlichen Extremen in Linien verlaufende Fachwerkskonstruktion mit Räumen auf zwei Etagen. Inmitten dieser Konstruktion befindet sich ein zentraler Raum, welcher mit den Kopfenden verbunden ist und die zentrale oktogonalen Achse der Lienien der Räumlichkeiten bildet. Das ganze ist in großer Höhe, mit einer interessanten Metallkonstruktion Überdacht.

BÜRGERINITIATIVE ZUM SCHUTZ DES STADTVIERTELS

Die verschiedenen Projekte für die Neugestaltung des Stadtviertels “El Cabanyal” waren 1988 während der Ausarbeitung des Planes zur Stadtentwicklung stehen geblieben, da zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidung, weder für die Konservierung und Revitalisierung des Stadtviertels, noch für seine Modifizierung durch die Verlängerung der “Avenida de Blasco Ibáñez” getroffen wurde. Letztendlich wurde entschieden, die Planung für dieses Stadtviertel für vier Jahre aufzuschieben. Im Laufe dieser Zeit kam jedoch ein Regierungswechsel und die Volkspartei (Partido Popular, PP) trat ihr Mandat an. Die Bedrohung, die “Avenida de Blasco Ibáñez” zu verlängern, ist wieder akut. Nun beginnt das langsame Aussterben des Viertels, jede private Iniative zur Sanierung wird sofort unterbunden und keine Institution fühlt sich dafür verantwortlich. Es führt zu Degradierung.

Am 22 April 1998 entsteht das Bündnis “Salvem el Cabanyal”, “Rettet el Cabanyal” (zudem verschiedene Nachbarschaftsorganisationen gehören) mit dem Ziel, Widerstand gegen die Verlängerung der Avenida Blasco Ibáñez zu leisten. Das Bündnis fängt seine Aktivitäten an, und organisiert 4000 Anträge gegen die Planung.

Die Nachbarn beginnen mit einer Serie von Protestaktionen, friedliche Demonstrationen und sie richten Protestschreiben an verschiedene nationale und europäische Organisationen. Hervorzuheben sind dabei die 110.000 Anträge gegen den Plan, welchen die Stadtregierung am 26. Februar 1999 stattgegeben hat.

Außerdem werden kulturele Events organisiert. Besonders erfolgreich war die Aktion “offene Türen im Cabanyal”, bei dem verschiedene künstlerische Darbietungen aus verschiedenen Disziplinen auf der Straße und in den Privathäusern geboten wurden. Diese Häuser blieben über den Zeitraum von einem Monat für jeden am Wochenende zur Besichtigung offen.