Cabanyal: ein historiches Stadtviertel


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EINLEITUNG

Das historische Stadtviertel “El Cabanyal” in Valencia sieht sich von dem Entwurf einer neuen, breiten, es quer durchkreuzenden Allee bedroht. Für das auf diese Weise in zwei Teile getrennte Viertel bedeutet diese Transformation den Beginn seiner totalen Zerstörung. In Hinblick auf diese Situation haben Bürgergruppen, kulturelle Vereine, universitäre Einrichtungen und zahlreiche öffentliche Persönlichkeiten ihren fest entschiedenen Widerstand ausgesprochen. “El Cabanyal” ist eines der drei historischen Stadviertel Valencias. Auf Grund seiner besonderen städtebaulichen Struktur und seiner im volkstümlichen Jugendstil erbauten Wohnhäuser wurde das gesamte Gebiet im Jahr 1993 von der Kulturbehörde des Landes Valencia (“Consellería de Cultura de la Generalitat Valenciana”) zum Kulturdenkmal (“Bien de Interés Cultural”) erklärt.

Plan des im Stadtteil Cabanyal unter Schutz gestellten Historischen


Komplexes

  • In Gelb der Gründungs-Kern von Cabanyal
  • In Orange die Erweiterung, die zum “Kulturgut nationalen Interesses” erklärt worden ist.
  • In Rot die von dem Projekt der Verlängerung der Avenida Blasco Inbañez betroffene Zone

Am 25. Mai 2001, wurde von der Stadtverwaltung Valencias der Besondere Bebauungsplan für des Stadtviertels “El Cabanyal” (“Plan Especial de Intervención en el barrio de El Cabanyal”) beschlossen, mit der Zustimmung der Konservativen Partei und der Gegenstimmen der gesamten restlichen politischen Kräfte der kommunalen Behörde. Dieser Plan bedeutet die Verlängerung der bestehenden Allee “Avenida Blasco Ibañez” durch das gesamte Stadviertel hindurch. Die geplante Trasse hat eine Gesamtbreite von 148 Metern, von denen 48 Meter für den Strassenquerschnitt genutzt werden sollen und der Rest für 5-geschossige Bebauung. Das Projekt führt zu einer Trennung des Stadtviertels in zwei Teile, bedeutet die Zerstörung von 1651 Wohnungen, deren Grossteil unter besonderem Denkmalsschutz steht, sowie die Umsetzung von 1200 bis 1300 Familien- Bewohner des Viertels. Die jetzigen Eigentümer werden gegen Entschädigung zu Niedrigpreisen enteignet um dieselben Grundstücke dann privaten Bauunternehmen anzubieten, sie zu bebauen, und dann zu Marktpreisen wieder zu verkaufen.